Event Title

Georg Kaisers Expressionistisches Drama Gas I und Filme der Gegenwart

Presenter Information

Tiffany Root, North Central College

Location

Room 201, State Farm Hall

Event Website

https://www.iwu.edu/german/conference/

Start Date

2-4-2016 2:15 PM

End Date

2-4-2016 3:20 PM

Description

Um die Zeit vor und nach Ersten Weltkrieg hat eine Kunstbewegung in Deutschland entstanden. Expressionisten haben sich Maler, Autoren und später Filmemacher dieser Bewegung genannt und wollten die Gesellschaft ändern. Durch ihre Kunst haben sie Entwicklungen des 20. Jahrhunderts wie Industrialisierung, Kapitalismus und Krieg kritisiert. Am Ende des Ersten Weltkrieges hat der Autor Georg Kaiser das Drama Gas I geschrieben. Gas I thematisiert viele Ideen, die wichtig und typisch für expressionistiche Künstler waren; gesellschaftliche Entfremdung, die Zerstörung der Gesellschaft und Natur durch Industrialisierung, die Gier der kapitalistischen Gesellschaft, und Massenvernichtungswaffen, die im Krieg eingesetzt werden. Durch eine Analyse des Dramas Gas im Kontext der expressionistischen Bewegung zeige ich wie Kaiser die Gesellschaft, Kapitalismus und die Industrie kritisiert, und eine neue Utopie einer eng zusammenarbeitenden agraren Gemeinde vorschlägt. Diese Utopie wird aber im Drama nicht realisiert, da die finanziellen und politischen Machthaber nicht bereit sind, ihre Macht und Geld mit anderen Menschen und ihren Mitarbeitern zu teilen. Das Drama drückt eine Sehnsucht nach einer menschlichen Gesellschaft aus. Es ist wichtig zu erkennen, dass wir die gleichen Themen in unserer heutigen Kultur haben. Nachdem ich Gas interpretiere, vergleiche ich es mit drei gegenwärtigen Filmen die auch diese Themen haben, Repo Men, The Hunger Games und Captain America: Winter Soldier. Der Film Repo Men ziegt wie Industrialisierung die Gesellschaft zerstört hat; The Hunger Games thematisiert die Gier der kapitalistischen Gesellschaften; und Captain America: Winter Soldier stellt die Folgen von Massenvernichtungswaffen dar. Die Künstler von Expressionismus waren ihrer Zeit voraus, und ihre Ideen sind noch relevant in der heutigen Kultur. Eine Analyse des expressionistisches Drams Gas hift uns Beziehungen zwischen unserer Geschichte und Zukunft zu verstehen.

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COinS
 
Apr 2nd, 2:15 PM Apr 2nd, 3:20 PM

Georg Kaisers Expressionistisches Drama Gas I und Filme der Gegenwart

Room 201, State Farm Hall

Um die Zeit vor und nach Ersten Weltkrieg hat eine Kunstbewegung in Deutschland entstanden. Expressionisten haben sich Maler, Autoren und später Filmemacher dieser Bewegung genannt und wollten die Gesellschaft ändern. Durch ihre Kunst haben sie Entwicklungen des 20. Jahrhunderts wie Industrialisierung, Kapitalismus und Krieg kritisiert. Am Ende des Ersten Weltkrieges hat der Autor Georg Kaiser das Drama Gas I geschrieben. Gas I thematisiert viele Ideen, die wichtig und typisch für expressionistiche Künstler waren; gesellschaftliche Entfremdung, die Zerstörung der Gesellschaft und Natur durch Industrialisierung, die Gier der kapitalistischen Gesellschaft, und Massenvernichtungswaffen, die im Krieg eingesetzt werden. Durch eine Analyse des Dramas Gas im Kontext der expressionistischen Bewegung zeige ich wie Kaiser die Gesellschaft, Kapitalismus und die Industrie kritisiert, und eine neue Utopie einer eng zusammenarbeitenden agraren Gemeinde vorschlägt. Diese Utopie wird aber im Drama nicht realisiert, da die finanziellen und politischen Machthaber nicht bereit sind, ihre Macht und Geld mit anderen Menschen und ihren Mitarbeitern zu teilen. Das Drama drückt eine Sehnsucht nach einer menschlichen Gesellschaft aus. Es ist wichtig zu erkennen, dass wir die gleichen Themen in unserer heutigen Kultur haben. Nachdem ich Gas interpretiere, vergleiche ich es mit drei gegenwärtigen Filmen die auch diese Themen haben, Repo Men, The Hunger Games und Captain America: Winter Soldier. Der Film Repo Men ziegt wie Industrialisierung die Gesellschaft zerstört hat; The Hunger Games thematisiert die Gier der kapitalistischen Gesellschaften; und Captain America: Winter Soldier stellt die Folgen von Massenvernichtungswaffen dar. Die Künstler von Expressionismus waren ihrer Zeit voraus, und ihre Ideen sind noch relevant in der heutigen Kultur. Eine Analyse des expressionistisches Drams Gas hift uns Beziehungen zwischen unserer Geschichte und Zukunft zu verstehen.

http://digitalcommons.iwu.edu/germanresearch/2016/kunst_und_politik/2